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Eintragung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse

Allgemeine Informationen

Für anerkannte Ausbildungsberufe führen die zuständigen Stellen (in der Regel die Industrie- und Handelskammer oder die Handwerkskammer) ein Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse. In dieses Verzeichnis werden alle wesentlichen Inhalte des Berufsausbildungsvertrags eingetragen.

In das Verzeichnis werden - gemäß § 34 Berufsbildungsgesetz (BBiG) - eingetragen:

  • Name, Vorname, Geburtsdatum und Anschrift der Auszubildenden
  • Geschlecht, Staatsangehörigkeit, allgemeinbildender Schulabschluss, vorausgegangene Teilnahme an berufsvorbereitender Qualifizierung oder beruflicher Grundbildung, berufliche Vorbildung
  • erforderlichenfalls Name, Vorname und Anschrift des gesetzlichen Vertreters und der gesetzlichen Vertreterin
  • Ausbildungsberuf einschließlich Fachrichtung
  • Datum des Abschlusses des Ausbildungsvertrags, Ausbildungszeit, Probezeit
  • Datum des Beginns der Berufsausbildung
  • Art der Förderung bei überwiegend öffentlich, insbesondere aufgrund des Dritten Buches Sozialgesetzbuch geförderten Berufsausbildungsverhältnissen
  • Name und Anschrift der Ausbildenden und Anschrift der Ausbildungsstätte, Zugehörigkeit zum öffentlichen Dienst
  • Name, Vorname, Geschlecht und Art der fachlichen Eignung der Ausbilder und Ausbilderinnen

Wenn Sie als Arbeitgeberin oder Arbeitgeber mit Auszubildenden einen Berufsausbildungsvertrag geschlossen haben, sind Sie gesetzlich (§ 36 Abs. 1 BBiG) verpflichtet, unverzüglich die Eintragung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse zu beantragen.

Zuständige Stelle

die für Ihr Unternehmen für die Ausbildung zuständige Stelle (Kammer oder Regierungspräsidium)

Verfahrensablauf

Richten Sie nach Abschluss des Ausbildungsvertrags den Antrag an die für Ihren Betrieb zuständige Kammer.

Einen Vordruck für Baden-Württemberg stellt Ihnen die Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart (zusammen mit dem Muster für einen Berufsausbildungsvertrag) zum Download zur Verfügung.

Ein Eintrag in das Verzeichnis kann nur dann erfolgen, wenn

  • der Berufsausbildungsvertrag dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Ausbildungsordnung entsprechen,
  • die fachliche und persönliche Eignung der Ausbildenden sowie die Eignung der Ausbildungsstätte für das Einstellen und Ausbilden gegeben sind und
  • für Auszubildende unter 18 Jahren die ärztliche Bescheinigung über die Erstuntersuchung zur Einsicht vorgelegt wird.

Hinweis: Die Eintragung in das Verzeichnis wird gelöscht, wenn nicht spätestens am Tag der Anmeldung der Auszubildenden zur Zwischenprüfung oder zum ersten Teil der Abschlussprüfung die ärztliche Bescheinigung über die erste Nachuntersuchung vorgelegt wird.

Erforderliche Unterlagen
  • Antrag auf Eintragung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse
  • mindestens eine von beiden Vertragsparteien (gegebenenfalls einschließlich gesetzlicher Vertreter) unterschriebene Ausfertigung des Berufsausbildungsvertrags
  • die vollständige sachliche und zeitliche Gliederung entsprechend der Ausbildungsordnung
  • im Falle einer Verkürzung der Ausbildungsdauer: zusätzlich
    • Fotokopien der entsprechenden Unterlagen (z.B. Schulzeugnisse)
  • bei Auszubildenden, die zu Beginn der Ausbildung noch nicht volljährig sind: zusätzlich
    • Kopie oder Mehrfertigung der ärztlichen Bescheinigung über die Erstuntersuchung
Frist / Dauer

Die Eintragung in das Verzeichnis muss unverzüglich nach Abschluss des Berufsausbildungsvertrags erfolgen.

Kosten / Leistung

Die vom Ausbildungsbetrieb zu bezahlenden Gebühren richten sich nach der Gebührenordnung der zuständigen Stelle. Für Auszubildende ist die Eintragung gebührenfrei.

Rechtsgrundlage